Offene Öffis

Offene Öffis

Wiener Linien Open Data: GTFS, Echtzeit und Netz im Überblick

Das Open-Data-Angebot der Wiener Linien: GTFS-Soll-Fahrplan, offene GTFS-RT-Echtzeit, Netz in Zahlen, Lizenz (CC BY 4.0) und was Entwickler damit bauen.

Rot-weiße Wiener U-Bahn fährt in einen hellen, gefliesten Bahnsteig ein

Wer in Österreich eine Fahrplan-App, einen Abfahrtsmonitor oder eine Verkehrsanalyse für den Großraum Wien bauen möchte, kommt an einem Datensatz nicht vorbei: dem Open-Data-Angebot der Wiener Linien. Es ist der mit Abstand reichhaltigste Bestand an offenen Verkehrsdaten in Österreich und gleichzeitig der einzige große Datensatz, der nicht nur den geplanten Soll-Fahrplan, sondern auch echte Echtzeitinformationen offen bereitstellt. Damit nimmt Wien eine Sonderrolle ein, die sich aus der Größe des Netzes ebenso erklärt wie aus einer früh begonnenen Öffnungspolitik.

Diese Seite beschreibt das Wiener Netz in Zahlen, ordnet ein, welche Datenarten im offenen Angebot enthalten sind, und erklärt den entscheidenden Unterschied zwischen Soll-Fahrplan und Echtzeit. Alle Angaben verweisen auf die offiziellen Bezugsquellen; die Netzgrößen sind gerundet und tragen ein Stand-Datum, weil sich Linienlängen mit jedem Ausbauschritt verschieben.

Die Wiener Linien als Datenvorreiter

Die Wiener Linien betreiben das größte System des öffentlichen Verkehrs in Österreich. Schon dieser Maßstab erklärt, warum ihr Datenangebot eine eigene Behandlung verdient: U-Bahn, Straßenbahn und Bus bilden zusammen ein dichtes, eng getaktetes Netz, das täglich Millionen Fahrten trägt. Ein Datensatz, der dieses Netz vollständig beschreibt, ist entsprechend umfangreich und für Entwickler von Routing- und Auskunftsdiensten besonders wertvoll.

Bemerkenswert ist nicht nur die Größe, sondern der Zeitpunkt der Öffnung. Wien gehörte zu den ersten Stellen in Österreich, die ihre Fahrplandaten überhaupt offen bereitgestellt haben. Während ein Großteil der Verkehrsverbünde seine Daten erst in den vergangenen Jahren über eine gemeinsame Plattform geöffnet hat, lagen die Wiener Daten bereits deutlich früher in maschinenlesbarer Form vor. Diese frühe Öffnung hat eine ganze Reihe von Anwendungen und Werkzeugen entstehen lassen, die auf dem Wiener Bestand aufsetzen.

Den größten Unterschied macht aber die Echtzeit. Offene Soll-Fahrpläne sind in Österreich inzwischen flächendeckend verfügbar, doch ein offener Echtzeit-Feed bleibt die Ausnahme. Bei den Wiener Linien gehört die laufend aktualisierte Lage im Netz fest zum offenen Angebot. Zusammen mit der Linz AG sind sie die einzigen großen Datenhalter im Land, die eine offene Echtzeit-Schnittstelle anbieten. Wer eine verlässliche Live-Abfahrtstafel bauen will, findet außerhalb dieser beiden Städte derzeit keine vergleichbare offene Datengrundlage. Für den Wiener Raum dagegen steht alles bereit, was eine moderne ÖV-Anwendung benötigt.

Diese Vorreiterrolle hat einen praktischen Nebeneffekt: Weil der Wiener Bestand schon lange offen ist und intensiv genutzt wird, gilt er als gut erprobt. Fehler und Lücken, die in jungen Datensätzen erst auffallen müssen, sind hier über die Jahre gemeldet und behoben worden. Für Entwicklerinnen und Entwickler bedeutet das eine verlässliche Grundlage, auf die sich auch ein produktives Projekt stützen kann, ohne die Daten erst aufwendig validieren und korrigieren zu müssen.

Das Netz in Zahlen

Bevor es um die Datenformate geht, lohnt ein Blick auf das Netz, das diese Daten beschreiben. Die folgenden Größen geben einen Eindruck davon, welche Dimension ein vollständiger Wiener Datensatz abdeckt — von wenigen U-Bahn-Linien mit enormem Fahrgastaufkommen bis zu einem weitverzweigten Straßenbahn- und Busnetz.

Das Wiener-Linien-Netz in Zahlen: fünf U-Bahn-Linien, 171 km Straßenbahn, 893 km Buslinien, 903 Millionen Fahrgäste 2025 und offene Echtzeitdaten
Wiens Verkehrsbetrieb stellt Soll-Fahrplan und Echtzeit offen bereit. Netzangaben gerundet, Stand 2025/26.
Diese Grafik einbetten


Das Rückgrat bilden fünf U-Bahn-Linien mit zusammen rund 84 Kilometern Streckenlänge. Sie tragen den größten Teil der Verkehrsleistung im Stadtgebiet und sind das, was die meisten Menschen zuerst mit dem Wiener Netz verbinden. Deutlich länger ist das Straßenbahnnetz mit rund 171 Kilometern — ein Wert, der Wien zu einem der größten Tram-Betriebe weltweit macht und in entsprechenden Vergleichen regelmäßig unter den sechs größten Straßenbahnnetzen der Welt geführt wird. Das Busnetz kommt mit rund 893 Kilometern auf die größte Linienlänge und erschließt die Flächen, die U-Bahn und Straßenbahn nicht erreichen.

Wie stark dieses Netz genutzt wird, zeigt die Fahrgastzahl: 2025 verzeichneten die Wiener Linien rund 903 Millionen Fahrgäste, ein Plus von etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf den Tag heruntergerechnet sind das rund 2,47 Millionen Fahrten. Diese Größenordnung macht deutlich, warum gerade hier eine offene und verlässliche Datengrundlage einen so hohen praktischen Wert hat: Schon kleine Verbesserungen in der Auskunft erreichen sehr viele Menschen.

Was im Open-Data-Angebot steckt

Das offene Angebot der Wiener Linien geht über den reinen Fahrplan hinaus und bündelt mehrere Datenarten, die für unterschiedliche Anwendungen gebraucht werden. Wer den Bestand zum ersten Mal sichtet, trifft im Wesentlichen auf vier Bausteine, die sich kombinieren lassen.

Erstens steht der Soll-Fahrplan im GTFS-Format bereit. Er beschreibt den geplanten Betrieb: welche Linie wann von welcher Haltestelle abfährt, in welcher Reihenfolge die Halte angefahren werden und an welchen Tagen ein Fahrplan gilt. Das ist die Grundlage für jede Verbindungsabfrage und jeden Linienplan.

Zweitens enthält das Angebot Echtzeitdaten im GTFS-RT-Format. Sie liefern die tatsächliche Lage im Netz — Verspätungen, Ausfälle und Fahrzeugpositionen — als laufend aktualisierten Datenstrom. Die Echtzeit ist dabei nicht auf einzelne Linien beschränkt, sondern steht für alle Fahrzeuge des Betriebs zur Verfügung. Genau diese Vollständigkeit hebt das Wiener Angebot von anderen Beständen ab.

Drittens gehören Geodaten zum Bestand: die genaue Lage der Haltestellen mit Koordinaten sowie Angaben zur Infrastruktur wie Aufzügen. Solche Daten sind für barrierefreie Routenführung und für Karten-Darstellungen unverzichtbar. Viertens stehen Verkehrs- und Störungsinformationen bereit, die geplante und aktuelle Beeinträchtigungen im Betrieb beschreiben.

Bezogen werden alle diese Daten über zwei Wege: das eigene Open-Data-Portal der Wiener Linien unter wienerlinien.at/open-data sowie das offene Datenportal der österreichischen Verwaltung unter data.gv.at, das auf dieselben Bestände verweist. Beide Zugänge sind kostenlos.

Für die Auswahl des richtigen Bausteins lohnt es sich, vom Anwendungsfall her zu denken. Ein reiner Linien- oder Netzplan kommt mit dem Soll-Fahrplan und den Haltestellen-Geodaten aus. Eine Abfahrtsanzeige mit Live-Minuten setzt zusätzlich den Echtzeit-Feed voraus. Eine barrierefreie Routenführung greift auf die Angaben zu Aufzügen zurück, und ein Dienst, der Fahrgäste über Beeinträchtigungen informiert, wertet die Verkehrs- und Störungsinformationen aus. Weil die Bausteine an einer Stelle gebündelt sind, lassen sie sich nach Bedarf kombinieren, ohne mehrere Quellen einzeln verhandeln zu müssen.

GTFS und Echtzeit der Wiener Linien

Der häufigste Stolperstein bei Wiener ÖV-Projekten ist die Verwechslung von geplantem Fahrplan und tatsächlicher Lage. Beide gehören zusammen, beschreiben aber Unterschiedliches. Der GTFS-Soll-Fahrplan sagt aus, dass eine Linie laut Plan zu einer bestimmten Minute abfährt. Ob das Fahrzeug tatsächlich pünktlich kommt, verspätet ist oder ausfällt, steht im Soll-Fahrplan nicht — diese Information liefert erst der GTFS-RT-Feed.

Für reine Verbindungsabfragen und Linienpläne genügt der Soll-Fahrplan vollständig. Eine Anwendung, die nur ausrechnet, wie man von A nach B kommt, braucht keine Echtzeit. Sobald jedoch eine verlässliche Abfahrtstafel mit Live-Minuten versprochen wird, ist der Echtzeit-Feed unverzichtbar. In Wien ist das kein Problem, weil die Echtzeit für alle Fahrzeuge offen verfügbar ist — ein Vorteil, den nur wenige Datenhalter in Österreich bieten.

Ein Beleg dafür, wie solide die Wiener Soll-Daten sind, liefert ihre Verwendung durch große Karten-Dienste: Sowohl Google Maps als auch Apple Maps greifen für den Wiener öffentlichen Verkehr auf die GTFS-Daten der Wiener Linien zurück. Wenn diese Anbieter Abfahrten und Verbindungen für Wien anzeigen, beruhen sie auf demselben offenen Bestand, den auch unabhängige Entwickler nutzen können. Das zeigt zugleich, dass die Daten in einer Qualität vorliegen, die für den produktiven Einsatz taugt.

Technisch unterscheidet sich der Umgang mit beiden Datenarten: Den Soll-Fahrplan lädt eine Anwendung als Paket herunter und liest ihn periodisch neu ein, etwa nach einem Fahrplanwechsel. Den Echtzeit-Feed fragt sie dagegen in kurzen Abständen wiederholt ab und schreibt die Abweichungen auf den Soll-Fahrplan. Ein sauberer Soll-Fahrplan bleibt damit auch für jede Echtzeit-Anwendung die Grundlage; ohne ihn lassen sich die Echtzeit-Meldungen nicht sinnvoll zuordnen.

Lizenz und Nutzung

Offene Daten sind nicht gemeinfrei. Sie stehen unter einer Lizenz, die Weiterverwendung erlaubt, dafür aber eine Bedingung stellt. Die Wiener Linien veröffentlichen ihr Open-Data-Angebot unter Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Diese Lizenz ist großzügig: Erlaubt ist nahezu jede Nutzung, einschließlich der kommerziellen Verwertung, solange die Quelle korrekt genannt wird.

Praktisch bedeutet das, dass die Daten ohne individuelle Vertragsverhandlung in eine Anwendung übernommen werden dürfen — sei es eine kostenlose App, ein wissenschaftliches Projekt oder ein kommerzielles Produkt. Die einzige verbindliche Auflage ist die Namensnennung. Wer die Daten weiterverarbeitet, muss die Wiener Linien als Quelle an geeigneter Stelle ausweisen, etwa im Impressum, in einem Datenhinweis der App oder im Info-Bereich eines Dienstes.

Die Namensnennung ist keine Formalie, sondern Voraussetzung dafür, dass die Nutzung von der Lizenz gedeckt ist. Ein knapper, gut auffindbarer Hinweis genügt; eine Formulierung wie „Fahrplandaten: Wiener Linien (CC BY 4.0)“ erfüllt die Bedingung. Wer mehrere Quellen kombiniert — etwa Wiener Daten mit dem Bahnfahrplan der ÖBB — nennt beide Quellen mit ihrer jeweiligen Lizenz. Wer die Daten zusätzlich verändert oder anreichert, weist diese Bearbeitung am besten ebenfalls aus, damit erkennbar bleibt, was Originaldaten sind und was eigene Ergänzung.

Weil sich Lizenzbedingungen mit neuen Datenständen ändern können, empfiehlt es sich, die genaue Lizenz beim Bezug eines Datensatzes zu prüfen, statt sie als dauerhaft gegeben anzunehmen. Bei den Wiener Linien ist CC BY 4.0 seit Längerem stabil, doch ein kurzer Blick auf die aktuelle Angabe im Portal gehört zur sauberen Arbeit dazu. Diese geringe Hürde ist letztlich der Grund, warum aus dem Wiener Bestand so viele unterschiedliche Anwendungen entstehen konnten: Eine klare, dauerhaft erprobte Lizenz nimmt Projekten die Unsicherheit, die andernfalls vom Bau abhalten würde.

Was Entwickler damit bauen

Die frühe Öffnung und der Reichtum des Wiener Datenbestands haben über die Jahre eine breite Landschaft an Anwendungen hervorgebracht. Sie reicht von der offiziellen Auskunfts-App bis zu kleinen, von Einzelpersonen betriebenen Werkzeugen, die einen ganz bestimmten Zweck erfüllen.

Am bekanntesten ist die offizielle App WienMobil, die Routing, Abfahrten und weitere Mobilitätsdienste für Wien bündelt. Sie greift auf den Soll-Fahrplan und die Echtzeit zurück und zeigt, wie sich beide Datenarten in einem Produkt für den Alltag zusammenführen lassen. Daneben hat die offene Datenlage zahlreiche unabhängige Projekte ermöglicht.

Ein oft genanntes Beispiel ist der oeffimonitor, ein Abfahrtsmonitor, der im Umfeld des Wiener Hackerspace Metalab entstanden ist. Solche Monitore zeigen für eine ausgewählte Haltestelle die nächsten Abfahrten in Echtzeit an und eignen sich etwa für die Anzeige im Eingangsbereich eines Büros oder eines Lokals. Genau dafür ist das offene Echtzeit-Angebot der Wiener Linien gedacht: Es erlaubt, eigene Abfahrtsmonitore ohne Umweg über kommerzielle Dienste zu bauen.

Darüber hinaus setzen viele individuelle Lösungen auf den Wiener Daten auf — von einfachen Skripten, die eine einzelne Haltestelle abfragen, bis zu vollständigen Routing-Diensten, die den Soll-Fahrplan in eine eigene Engine einlesen. Wer keine eigene Infrastruktur betreiben will, findet im Katalog der Apps und Routenplaner fertige Werkzeuge, die auf denselben offenen Daten beruhen und sich ohne eigenen Entwicklungsaufwand nutzen lassen.

Diese Vielfalt ist kein Zufall, sondern die unmittelbare Folge der offenen Lizenz. Weil die Daten ohne Hürde verwendet werden dürfen, lohnt sich auch der Aufwand für ein kleines, ehrenamtlich betriebenes Projekt. Aus Sicht des Verkehrsbetriebs entsteht so ein Ökosystem von Anwendungen, das die eigene Auskunft ergänzt, ohne dass dafür eigene Mittel nötig wären. Für Fahrgäste bedeutet es schlicht mehr Auswahl: Sie sind nicht auf eine einzige App angewiesen, sondern können das Werkzeug wählen, das ihrem Bedarf am nächsten kommt — ob umfassender Routenplaner oder schlanker Monitor für eine einzelne Linie.

Wien im österreichischen Kontext

So reichhaltig der Wiener Bestand ist, er ist nur ein Teil der österreichischen Datenlandschaft. Um seinen besonderen Stellenwert einzuordnen, hilft der Blick auf das Gesamtbild. Bei den Soll-Fahrplänen ist Österreich heute gut aufgestellt: Alle großen Verkehrsverbünde stellen ihre Daten offen bereit, gebündelt über eine zentrale Plattform und unter klaren Lizenzbedingungen. In dieser Hinsicht ist Wien einer von vielen Datenhaltern.

Anders sieht es bei der Echtzeit aus. Während offene Soll-Fahrpläne flächendeckend verfügbar sind, bleibt ein offener Echtzeit-Feed die Ausnahme. Hier stehen die Wiener Linien gemeinsam mit der Linz AG nahezu allein: Sie sind die einzigen großen Datenhalter, die ihre Echtzeitlage offen abrufbar machen. Für Entwickler bedeutet das, dass eine flächendeckende Live-Anwendung über ganz Österreich derzeit nicht möglich ist — wohl aber für den Großraum Wien und für Linz.

Daraus ergibt sich in der Praxis ein gestaffeltes Vorgehen: ein bundesweiter Routenplaner auf Basis der offenen Soll-Fahrpläne, ergänzt um echte Echtzeit dort, wo offene Feeds existieren. Wien ist in diesem Bild der reichhaltigste Baustein und zugleich der Ort, an dem sich Echtzeit-Anwendungen am vollständigsten umsetzen lassen. Einen Überblick über die gesamte offene Datenlage gibt die Seite zu offenen Verkehrsdaten in Österreich; einen verständlichen Einstieg in das ÖV-System insgesamt — Verbünde, Netze und Tarife — bietet die Übersicht zum öffentlichen Verkehr in Österreich.

Häufige Fragen

Was umfasst das Open-Data-Angebot der Wiener Linien?

Es bündelt den GTFS-Soll-Fahrplan, einen GTFS-RT-Echtzeit-Feed für alle Fahrzeuge, Geodaten zu Haltestellen und Aufzügen sowie Verkehrs- und Störungsinformationen. Damit deckt es alle Datenarten ab, die eine vollständige ÖV-Anwendung für Wien benötigt.

Wo bekomme ich die Wiener Daten?

Über das eigene Portal der Wiener Linien unter wienerlinien.at/open-data sowie über das offene Datenportal der Verwaltung unter data.gv.at, das auf dieselben Bestände verweist. Beide Zugänge sind kostenlos.

Stellen die Wiener Linien offene Echtzeitdaten bereit?

Ja. Die Echtzeit liegt als GTFS-RT-Feed für alle Fahrzeuge offen vor. Gemeinsam mit der Linz AG sind die Wiener Linien einer von nur zwei großen Datenhaltern in Österreich mit einem offenen Echtzeit-Angebot.

Wie groß ist das Wiener Netz?

Es umfasst fünf U-Bahn-Linien mit rund 84 Kilometern, ein Straßenbahnnetz von rund 171 Kilometern und ein Busnetz von rund 893 Kilometern. Die Angaben sind gerundet und beziehen sich auf den Stand 2025/26.

Wie viele Fahrgäste nutzen die Wiener Linien?

2025 waren es rund 903 Millionen Fahrgäste, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht rund 2,47 Millionen Fahrten pro Tag.

Unter welcher Lizenz stehen die Daten?

Unter Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Erlaubt ist nahezu jede Nutzung, auch die kommerzielle, solange die Wiener Linien als Quelle korrekt genannt werden.

Darf ich die Daten kommerziell nutzen?

Ja. CC BY 4.0 schließt die kommerzielle Verwendung ausdrücklich ein. Einzige Bedingung ist die korrekte Namensnennung der Quelle.

Wie nenne ich die Quelle korrekt?

Ein kurzer, gut auffindbarer Hinweis genügt, etwa „Fahrplandaten: Wiener Linien (CC BY 4.0)“ im Impressum oder im Info-Bereich der Anwendung. Bei kombinierten Datensätzen werden alle Quellen mit ihrer jeweiligen Lizenz genannt.

Worin unterscheiden sich GTFS und GTFS-RT bei den Wiener Linien?

GTFS beschreibt den geplanten Soll-Fahrplan, GTFS-RT ergänzt die tatsächliche Lage mit Verspätungen, Ausfällen und Fahrzeugpositionen als laufender Datenstrom. Für reine Verbindungsabfragen reicht GTFS; Live-Abfahrten brauchen GTFS-RT.

Nutzen Google Maps und Apple Maps die Wiener Daten?

Ja. Beide Karten-Dienste greifen für den Wiener öffentlichen Verkehr auf die GTFS-Daten der Wiener Linien zurück. Die Abfahrten und Verbindungen, die sie für Wien anzeigen, beruhen auf demselben offenen Bestand.

Kostet der Zugang etwas?

Nein. Der Bezug der Daten über wienerlinien.at/open-data und über data.gv.at ist kostenlos.

Kann ich daraus einen eigenen Abfahrtsmonitor bauen?

Ja. Genau dafür eignet sich der offene Echtzeit-Feed. Projekte wie der im Metalab-Umfeld entstandene oeffimonitor zeigen, dass sich eigene Abfahrtsanzeigen für eine Haltestelle ohne Umweg über kommerzielle Dienste umsetzen lassen.

Welche Apps setzen auf den Wiener Daten auf?

Die offizielle App WienMobil bündelt Routing und Abfahrten für Wien. Daneben gibt es unabhängige Projekte wie den oeffimonitor sowie zahlreiche eigene Abfahrtsmonitore und Routing-Dienste, die auf demselben offenen Bestand beruhen.

Wie aktuell sind die Soll-Fahrpläne der Wiener Linien?

Soll-Fahrpläne werden vor allem zum Fahrplanwechsel im Dezember neu veröffentlicht, teils unterjährig angepasst. Eine Anwendung sollte den Datensatz regelmäßig neu einlesen, um korrekt zu bleiben, und die Echtzeit laufend abfragen.

Wie ordnet sich Wien in die österreichische Datenlage ein?

Bei den Soll-Fahrplänen ist Wien einer von vielen Datenhaltern; alle großen Verbünde stellen GTFS offen bereit. Bei der Echtzeit nimmt Wien gemeinsam mit Linz eine Sonderrolle ein, weil offene Echtzeit-Feeds sonst fehlen.

Einen breiteren Überblick über alle offenen Quellen, Formate und Lizenzen in Österreich bietet die Seite zu offenen Verkehrsdaten.