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ÖV-Radar Österreich — 26. Oktober – 1. November 2026

Was diese Woche wichtig war

Die Regierungskoalition hat sich auf die größte Reform der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) seit zwei Jahrzehnten verständigt. Kern des Vorhabens ist eine Verschlankung der Konzernstrukturen, durch die jährliche Einsparungen von rund 80 Millionen Euro erzielt werden sollen. Die Einigung auf die Bahnreform ist Teil eines größeren politischen Pakets, das auch die zukünftige Preisgestaltung für das Klimaticket Österreich und die Pkw-Vignette umfasst.

Beide Produkte werden künftig valorisiert, also an die Inflation angepasst. Diese Maßnahme war ein zentraler Punkt in den Verhandlungen der Koalitionspartner und schafft eine neue Grundlage für die Finanzierung und Preisstabilität im öffentlichen Verkehr sowie bei der Straßennutzung.

Daten, Fahrpläne und Tarife

Im Zuge der bundesweiten Gebührenanpassungen für das Jahr 2027 wurde eine moderate Erhöhung der Preise für das Klimaticket und die Pkw-Jahresvignette fixiert. Im Gegensatz dazu sollen andere Bundesgebühren, wie jene für Reisepässe oder Personalausweise, im kommenden Jahr stabil bleiben und nicht erhöht werden.

Eine wesentliche Neuerung im Bereich des digitalen Ticketings wurde von den Wiener Linien und den ÖBB bestätigt. Fahrgäste sollen ihre Öffi-Tickets und Jahreskarten künftig direkt in den Wallet-Apps von Apple und Google speichern können. Diese Integration soll den Zugang und die Nutzung von Fahrscheinen auf dem Smartphone erheblich vereinfachen. Die beiden größten Verkehrsunternehmen des Landes arbeiten damit an einer Lösung, die es ermöglicht, Tickets digital in der systemeigenen „Geldbörse“ des Mobiltelefons abzulegen und bei Kontrollen vorzuweisen.